Presseartikel

Ein Spiel von Leben und Tod

DIE RHEINPFALZ – NR. 243

NILS BERICHTET: „Adieu, Herr Muffin“ in der „marotte“

Friederike Krahl, die in die Rolle der Frieda schlüpft, spielt sehr schön und stimmungsvoll. Sie lässt den Herrn Muffin bei ihrem Spiel nicht einfach wieder auferstehen. Sie hat aus einem alten Mantel ein Stoff-Meerschweinchen gebastelt. Mit dem zeigt sie uns, wie das Leben mit Herrn Muffin war. Im Theater, denn nur da geht das, kann Herr Muffin oder die Stofffigur, die er sein soll, sogar reden und uns selbst erzählen, wie das war mit seiner Liebe zu seiner Meerschweinchenfrau und mit den sechs Kindern, die beide zusammen hatten und die ganz drollige Namen tragen. Seine Frau ist leider schon früh gestorben, weil ihr eine Biene in die empfindliche Nase gestochen hat. Muffin zeigt uns auch, wie viel Spaß er mit seinen Kindern hatte, die nun längst schon groß sind.

Am Ende, als Herr Muffin schließlich stirbt, wird das Spiel leise, aber auch tröstend. Der tote Herr Muffin schreibt der Oma Frieda einen Brief. Er schreibt, dass er nun woanders ist. Vielleicht als Stern in dem schönen Sternenhimmel?

Dieses neue Stück in der „marotte“ zeigt auf sehr tolle Weise, was Theater ist. Es zeigt Euch, wie viele Möglichkeiten es gibt, mit Menschen, Figuren, sprechenden Tieren und Blumen oder fantasievollen Bildern eine Geschichte zu erzählen. Und er spricht über das traurige Thema Tod nicht nur ernst, sondern auch heiter und hoffnungsvoll. (rg)

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